Aktion Mietenwahnsinn: Kaum jemand der heute hier lebt kann sich solche Mieten noch leisten!

In seinem Newsletter berichtet der Tagesspiegel über unsere Mietenaktion im Weitlingkiez, ein paar Bilder gibt es hier. Unsere Botschaft ist klar: Wir werden weiter für Milieuschutz kämpfen, sonst wird der Kein denen überlassen, die ihren Profit maximieren wollen.

Hier der Bericht des Tagesspiegel: „Am Donnerstag waren die Bundestagsabgeordnete Lisa Paus und die Lichtenberger Grünen im Weitlingkiez, um mit den Bewohner*innen  über Probleme rund um Miete und Verdrängung ins Gespräch zu kommen. Vor dem REWE in der Weitlingstraße wurden steigende Mieten, überzogene Modernisierungen, die Auswirkungen von Immobilienspekulation, fragwürdiges Verhalten von Vermieter*innen und Ängste vor Verlust der Wohnung diskutiert. „In den Gesprächen bestätigt sich ein Bild, dass ich als Anwohner selbst habe. Hier verändert sich gerade richtig viel, überall wird gebaut, saniert, modernisiert. Das Problem ist, dass sich immer mehr Menschen keine Wohnung im Kiez leisten können. Ich merke es bei Freunden und Nachbarn, die Kinder bekommen und dann nach einer etwas größeren Wohnung suchen. Bei Neuvermietungen sind Nettokaltmieten von 12 Euro pro Quadratmeter der Standard“, sagt der Kreisvorsitzende der Lichtenberger Bündnisgrünen, Philipp Ahrens. Co-Vorsitzende Hannah Neumann ergänzt: „Es gibt inzwischen aber auch Angebote für fast 17 Euro. Kaum jemand, der heute hier lebt, kann sich solche Mieten leisten. Familien müssen in einer beengten Wohnung ausharren oder den Kiez und ihr soziales Umfeld verlassen. Aber auch Singles, Paare und ältere Menschen trifft es hart, wenn sie wegen Modernisierungsmaßnahmen ausziehen müssen.“

„Die Wohnungsnot ist akut, auch in Lichtenberger Kiezen“, sagt Paus. In den Bezirken mit grünen Baustadträten werden die zur Verfügung stehenden Instrumente bereits genutzt. Auch der Senat tut was er kann. Aber der Bund muss sich jetzt  bewegen. Wir wollen eine neue Wohnungsgemeinnützigkeit einführen, die Lücken im Miet- und Baurecht schließen, den Milieuschutz zu einem Mieterschutzinstrument entwickeln und die Spekulation endlich eindämmen.“

Bis dahin bleibt abzuwarten, ob der sogenannte Milieuschutz für den Weitlingkiez „Luxussanierungen“ verhindert sowie ein Vorkaufsrecht durch den Bezirk ausgeübt werden kann. „Ich hoffe, dass es dieses Mal klappt, sonst wird der Kiez denen überlassen, die ihren Profit maximieren wollen“, so Ahrens.“

 

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