Den Hut vor denen ziehen, die sich jeden Tag dem rechten Mob entgegen stellen!

Als Friedensforscherin habe ich in den letzten Jahren immer wieder erforscht, wohin Hass und Ausgrenzung in Gesellschaften führen können – und wie schwer es ist, diese Prozesse zurück zu drehen. Deswegen war ich zu tiefst erschüttert, als die AfD bei der #LTW16 in Lichtenberg 20% holte, bei der #BTW17 in Deutschland 13% und deswegen treiben mich die Bilder aus Chemnitz und von anderen Orten so um. So sehr, dass ich zwei Tage nicht wusste, wie und was ich dazu hier schreiben soll. Verflucht nochmal, wer die Sprache so verrohen lässt, Menschen zu Abschaum, zu Tieren degradiert, zu vermeintlicher Selbstjustiz anstachelt, der erntet irgendwann, was er sät. Und erzähle mir keiner, die Gaulands & Co. wüssten das nicht.

Was aber heißt das für uns? Lasst uns nicht Sachsen, oder gleich den ganzen Osten brandmarken und abschreiben. Sondern den Hut vor denen ziehen, die sich gerade dort dem rechten Mob entgegen stellen. Die immer wieder das Gespräch mit denen suchen, die abzugleiten drohen. Die sich beschimpfen und bepöbeln lassen und trotzdem jedes Mal wieder aufstehen, wenn anders Aussehende angegriffen werden. So ermüdend es auch sein mag. Danke, ihr seid großartig. Gemeinsam sind wir stark!

Und um eines ganz klar zu sagen: Im Westen gibt es auch Nazis. Und die gab es da schon, bevor die Mauer fiel. Wer es genau wissen mag, der schaue sich mal den Lebenslauf von Herrn Gauland an. Oder frage mich nach meiner Jugend auf dem Dorf…

Und nein, kein Foto, kein Sharepic kein Nix. Fände ich alles irgendwie unpassend. #c2608 #c2708 #chemnitz

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