Hannah Neumann im SEDE Ausschuss (© Mediathek Europäisches Parlament)

Der Frieden ist weiblich: Frauen in die Sicherheitspolitik

Der Frieden ist weiblich? Duden sagt: Nein! Forschung sagt: Ja! Wissenschaftliche Studien zeigen seit Jahren, dass Friedensprozesse deutlich erfolgreicher sind, je mehr Frauen an entscheidenden Stellen mitwirken. Trotzdem schicken wir als EU fast nur Männer auf unsere gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungsmissionen (CSDP-Missionen). Wie können wir das ändern? Im Sicherheits- und Verteidigungsausschuss SEDE habe ich gestern nachhakt. Denn Frauen gehören an die Verhandlungstische – und überall in die Sicherheitspolitik!

Die EU will mehr Frauen für ihre gemeinsamen CSDP-Missionen, doch viel ist hier noch nicht passiert. Eine Studie des Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI) zeigte, dass 2017 der Anteil von Frauen bei militärischen CSDP-Missionen gerade mal bei sechs Prozent lag. Bei zivilen Missionen waren es 25 Prozent. Auch wie die Beteiligung von Frauen gesteigert werden könnte, wurde erforscht. Der Sicherheits- und Verteidigungsausschuss der EU (SEDE) beauftragte 2017 die Studie „Women in CSDP-Missions, die konkrete Maßnahmen ermittelte, um die Situation für Frauen im Einsatz verbessern. Beispielsweise sollten Erholungsprogramme gestärkt werden und die Möglichkeiten der Familienmitnahme in Betracht gezogen werden. Außerdem sollte der Bedarf nach Frauen im Sicherheitssektor in allen EU-Mitgliedsstaaten beworben werden. Auf meine Frage, wie weit diese Maßnahmen vom Europäischen Auswärtigen Dienst (EEAS) umgesetzt worden sind, bekam ich keine konkrete Antwort. Aber ich bleibe dran.

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld

Mit der Nutzung dieses Formulars erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten durch diese Website einverstanden. Weiteres entnehmen Sie bitte der Datenschutzerklärung.

Verwandte Artikel