Europatag 2018 – Solidarität macht uns stark!

Ein wunderschöner #Europatag war das heute. Mit dem Rad von Ost nach West (#WasEuropaMirGebrachtHat), zusammen mit Renate Künast und Annalena Baerbock für Frauenrechte demonstriert, selbst eine Rede gehalten (#EUWomensMarch Video folgt), in der ich an die viele wunderbaren Frauen erinnert habe, die sich weltweit für Frieden und Menschenrechte einsetzen (#Solidarität), dann Europaaktion mit den Bündnis 90/Die Grünen Friedrichshain-Kreuzberg, Grüne Jugend Berlin, Anna Cavazzini und der LAG Europa Berlin-Brandenburg und jetzt ziemlich müde und sehr glücklich zu Hause!

Ein Auszug aus meiner Rede:

„Heute ist Europatag. Gestern war Tag der Befreiung.Und im Klein Klein der Europadiskussion vergessen wir viel zu oft, dass dieses Europa in dem wir heute leben auf den Trümmern des zweiten Weltkrieges ist. Frieden – kann man also lernen.

Und wer steht für diese Geschichte mehr als Simone Veil. Sie hat als Jugendliche Auschwitz überlebt, wurde mit 19 Jahren Mutter danach Ministerin, war erste Präsidentin des Europaparlaments – und hat für die Französinnen das Recht auf Abtreibung erstritten. Ihre Biographie zeigt: Wir Frauen Europas haben viel erreicht. Und trotzdem ist der Weg noch lang. Dafür müssen wir nur nach Polen schauen, und auf unsere eigene Debatte zum Paragraphen 219a.

Aber über diese, unsere eigenen Kämpfe, dürfen wir nicht die Frauen vergessen, die anderswo einen harten Kampf kämpfen. Einen Kampf gegen Vergewaltigung als Kriegswaffe und gegen Straflosigkeit. Einen Kampf für das Überleben ihrer Kinder und für die Anerkennung ihrer Würde als Frauen. Und sie treffen diese ganzen Menschenrechtseinschränkungen autoritärer Herrscher wie Putin, wie Assad, wie Erdogan ganz besonders. (…)

Für diese Frauen, das weiß ich aus meiner eigenen Arbeit in den Krisenregionen dieser Welt, ist Europa ein Hoffnungszeichen. Mehr noch, seit Trump die Förderungen von Frauenprojekten weltweilt massiv gekürzt hat, ist Europa ihre einzige Hoffnung. Wenn wir hier stehen, als Womens March, als Frauen Europas, dann haben wir verdammt nochmal auch die Verantwortung an der Seite dieser Frauen zu stehen.

Diesen Frauen muss niemand erklären, wie die Welt funktioniert. Aber wir können sie trotzdem unterstützen –
Wir können sicher stellen, dass sie an jedem Verhandlungstisch sitzen, an dem auch nur ein Mitgliedsland der EU sitzt. Wir können sicher stellen, dass sie Unterstützung und Schutz bekommen, wenn sie in ihren eigenen Ländern verfolgt und bedroht werden – und ja, auch politisches Asyl – egal ob das gerade opportun ist oder nicht. Und wir können sie zu uns einladen, ihnen die Bühne geben, die ihnen gebührt und sie mit Solidarität überschütten, wann immer wir können.

Was national gilt, gilt auch international: Solidarität macht uns stark.“

 

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