Veranstaltung zur Zukunft von Tegel – Bericht

Große Einigkeit über die Zukunft #Tegels herrschte am Montag den 18.9. beim Diskussionsabend im Nachbarschaftshaus in Berlin- Hohenschönhausen am Ostsee-Viertel.. Die #Schließung, nicht die Offenhaltung des Flughafens sei im Sinne der Zukunft der Stadt. Gemeinsam mit den Anwohner*innen aus Berlin-Hohenschönhausen, Berlin, Germany und dem Podium bestehend aus Vertreter*innen aus Politik und Wissenschaft wurde über den Flughafen Tegel diskutiert.

Nach einem kurzen Grußwort der grünen Direktkandidatin Hannah Neumann, gaben die Podiumsgäste ihre Statements zum Tegel Flughafen Berlin und #Fluglärm im Allgemeinen. Daniela Ehlers, grüne Abgeordnete in der Lichtenberger Bezirksverordnetenversammlung, wies darauf hin, dass alle drei bis fünf Minuten ein Flugzeug mit mindestens 55 Dezibel über Hohenschönhausen fliege und dieser Lärmpegel offiziell auch als störend definiert wird. Des Weiteren entkräftete Ehlers das oft genannte Argument des Flughafen Tegels und seiner unmittelbaren Nähe zur Stadt. Im Falle Hohenschönhausens zähle dies nicht, da der zukünftige Flughafen Berlin Brandenburg schneller zu erreichen sei als sein Pendent im Westen der Stadt.

Im Anschluss berichtete Prof. Thomas Penzel vom interdisziplinären Schlafmedizinischen Zentrum der Charité über die Wirkung von Fluglärm auf den Menschen. Laut Penzel hat Fluglärm einen Effekt auf den Blutdruck und kann das Risiko eines Schlaganfalls und Herzinfarkts erhöhen. Fluglärm nehme aber bei der Mehrheit der Menschen keinen Einfluss auf die Gesundheit. Sondern müsse eher als ein zusätzliches Risiko wie zum Beispiel Rauchen, Arbeitsstress oder ungesundes Essen gesehen werden.

Eine Minderheit habe jedoch enorme Schwierigkeiten mit dem nichtauszuweichenden Fluglärm. Zum Beispiel sei bei Kindern die Fluglärm ausgesetzt sind eine Lese-Lern-Verzögerung von 4 bis 8 Wochen möglich. Worauf Penzel ebenfalls hinwies war, dass die persönliche Einstellung zu dem Lärm einen direkten Einfluss auf die Gesundheit nehme. Je mehr sich die Menschen über den Lärm aufregen, desto höher wird das gesundheitliche Risiko. Auch nehme der Fluglärm direkt Einfluss auf den Schlaf. Eine Steigerung des Lärms führe zu häufigem Aufwachen in der Nacht und somit zu einem unruhigeren Schlaf.

Zum Abschluss nannte Silke Gebel, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Berlin im Abgeordnetenhaus von Berlin, die damaligen Beweggründe für den #Standortwechsel. Gebel betont ebenfalls, dass der individuelle Vorteil bezüglich der kurzen Anfahrtszeit zum Flughafen Tegel, nicht in Relation zu den Strapazen stehe, denen die Anwohner*innen täglich ausgesetzt seien. Gebel sieht in Tegel ein enormes Potenzial für die Stadt Berlin. Es kann ein neues Stadtviertel entstehen mit Parks, 10.000 neuen Wohnungen, einem neuen Wissenschaftscampus der Beuth Hochschule für Technik Berlin und vielem mehr. Die Stadt Berlin und seine Einwohner*innen würden enorm von dem neuen Quartier profitieren.

Im Anschluss hatte die Gäste die Möglichkeit mit dem Podium zu diskutieren. Viele Hohenschönerhauser*innen berichteten von dem enormen und ständigen Lärm, dem sie Tag und Nacht ausgesetzt. Der Konsens, dass Tegel schließen muss war somit von beiden Seiten beschlossen.

Ein großes Dankeschön geht an Silke Gebel, Daniela Ehlers, Prof. Penzel und dem Nachbarschaftshaus im Ostseeviertel, dessen Räumlichkeiten wir nutzen durften.

#DarumGruen #Tegelschließen

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld

Mit der Nutzung dieses Formulars erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten durch diese Website einverstanden. Weiteres entnehmen Sie bitte der Datenschutzerklärung.

Verwandte Artikel